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Fachbegriffe & Abkürzungen - Buchstabe L
Leichtbenzin

Eine Definition zu dem Begriff Leichtbenzin

Was ist Leichtbenzin

Bei Leichtbenzin handelt es sich in aller erster Linie um einen flüssigen Brennstoff. Diese besitzt einen klassischen Benzingeruch. Das Leichtbenzin verdunstet sehr schnell und ist farblos. Im Vergleich zu anderen Benzinen besitzt das Leichtbenzin einen sehr niedrigen Siedepunkt. Diese kann, je nach Dichte, zwischen 25 und 100 Grad Celsius liegen. Der chemische Aufbau des Leichtbenzins ist im Grunde immer der Gleiche. So besteht es aus einer speziellen Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffe, welche pro Molekül mit fünf bis sieben Kohlenstoffatomen auskommen. Das Leichtbenzin kann als Vorgänger des heute verwendeten Benzins bezeichnet werden. Sein Einsatzgebiet ist sehr vielseitig und kann vom Haushalt, über den Modellbau, bis hin zur Verwendung als Treibstoff reichen.

Die Zusammensetzung des Leichtbenzins

Wie bereits erwähnt, besteht Leichtbenzin aus einer Mischung aus leichtenzündlichen Kohlenwasserstoffen. Dabei handelt es sich um Paraffin, Dicycloparaffin, Monocycloparaffin und Alkylbenzen. Mit stolzen 50 Prozent machen die Paraffine den größten Bestandteil aus. All diese Verbindungen sind dabei unpolar. Dies hat zur Folge, dass sich das Leichtbenzin gut in anderen Stoffen löst.

Die Siedetemperatur kann sehr unterschiedlich ausfallen. So ist diese maßgebend vom verwendeten Stoff abhängig. Besteht die Mischung aus Butan, so liegt der Siedepunkt bereits bei einem Grad Celsius. Hexan, welches sehr häufig vorkommt, weist dagegen einen Siedepunkt von 69 Grad Celsius auf. Die typischsten Mischungen besitzen einen Siedepunkt, welcher sich zwischen 60 und 90 Grad bewegt. Somit fällt dieser im Allgemeinen recht niedrig aus. Ebenfalls kann sich je nach Stoffgemisch das spezifische Gewicht unterscheiden. Die meisten Leichtbenzinmischungen weisen ein Stoffgewicht von 0,6 bis 0,7 g/cm³ auf.

Die bekanntesten Arten

Die wohl zwei bekanntesten Arten des Leichtbenzins sind Ligroin, welches oftmals auch als Petroleumbenzin bezeichnet wird, und Gasolin. Dieses ist vor allem in Benzinfeuerzeugen wiederzufinden. Ligroin wurde früher als Treibstoff für die ersten Benzinmotoren verwendet. Damals war es ausschließlich in der Apotheke erhältlich und wurde auch von einem Apotheker hergestellt. Der Hauptbestandteil von Ligroin ist Petroleumäther.

Gasolin ist vor allem in Erdöl oder Erdgas enthalten. Erstmalig wurde dieses Leichtbenzin im 19. Jahrhundert angewendet. Vor allem bei Beleuchtungsmitteln kann dieser Brennstoff zum Einsatz. Gasolin kann man mithilfe von Aktivkohle im sogenannten Bayerverfahren gewinnen.

Des Weiteren gibt es das sogenannte Wundbenzin. Auch dieses ist den Leichtbenzinen zuzuordnen. Dabei ist das Wundbenzin eine der reinsten Formen. Es hat eine besonders fettlösende Eigenschaft, wodurch es auch oftmals für die Reinigung verwendet wird. Der Siedepunkt bewegt sich zwischen 40 und 60 Grad Celsius. Anders als Alkohol hat Wundbenzin keine abtötende Wirkung. Somit kann man Bakterien nur bedingt zu Leibe rücken.

Die Anwendungsbereiche

Leichtbenzin wird in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Die klassische Verwendung stellt Leichtbenzin als Brennstoff dar. Vor allem in Feuerzeugen kommt diese Benzinform zum Einsatz. Aufgrund der guten fettlösenden Eigenschaft wird der Stoff ebenfalls oftmals als Reinigungsmittel verwendet. Dies gilt sowohl im Haushalt als auch in der Industrie. Selbst Lacke und hartnäckige Öle können mit diesem Lösungsmittel entfernt werden.

Des Weiteren wurde Leichtbenzin früher als klassischer Treibstoff verwendet. Der ersten Benzinmotoren waren mit ihrem Vergaser bestens auf dieses Benzingemisch eingestellt. Selbst die ersten Fahrzeuge und Flugzeuge im Ersten Weltkrieg sind mit Leichtbenzin angetrieben worden. Heutzutage kann man Leichtbenzin als Verdünner wiederfinden. Vor allem in Farben oder Lacken ist dies der Fall.

Wie wird Benzin erzeugt?

 

Weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Leichtbenzin

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