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Fachbegriffe & Abkürzungen - Buchstabe S
Schadstoffklassen

Was sind Schadstoffklassen bei Fahzeugen?

Die Schadstoffklassen bei Fahrzeugen

SchadstoffklassenBei Fahrzeugen gibt es verschiedene Schadstoffklassen, wobei der Ausstoß von Emissionen zu Grunde gelegt wird. Durch eine genaue Einteilung möchte der Gesetzgeber besonders schadstoffarme Fahrzeuge im Bereich der Kfz-Steuer entlasten. Zudem sind die jeweiligen Schadstoffklassen wichtig, ob in bestimmten Städten eine Umweltzone befahren werden darf oder nicht. Seit dem Jahr 1991 gibt es europaweit einheitliche Abgasnormen. Diese wurden im Laufe der Jahre immer verschärft. Seit 2015 gilt bei Neufahrzeugen die strenge Euro 6 Abgasnorm.

Wie wird eine Schadstoffklasse ermittelt?

Egal um welche Art von Fahrzeugen es sich handelt, denn sowohl Autos, LKWs, Busse und Motorräder stoßen durch ihre Verbrennungsmotoren Abgase in die Umwelt aus. Besonders schädliche Partikel wie Kohlenmonoxid und Stickoxide sind mit gesetzlichen Grenzwerten festgesetzt. Durch die Einteilung in verschieden Klassen ist eine genaue Zuordnung möglich. Für Benziner- und Dieselmotoren gelten allerdings unterschiedliche Grenzwerte, die vom jeweiligen Fahrzeugtyp abhängig sind.

Angaben zur Abgasnorm

Um herauszufinden, welche Abgasnorm ein Fahrzeug besitzt, reicht ein einfacher Blick in die jeweilige Zulassungsbescheinigung (Fahrzeugschein). Anhand der Schlüsselnummer kann die Emissionsklasse abgelesen werden. Mit Hilfe einer Zuordnungstabelle, lässt sich die Abgasnorm ermitteln. Umso höher die Zahl der Euronorm ausfällt, desto umweltfreundlicher ist das Auto. Die Schadstoffklassen reichen von Euro 1, Euro 2, Euro 3, Euro 4, Euro bis zur aktuellen Euro 6 Norm. Die Einteilung dieser Abgasnorm ist entscheidend über die Höhe der zu zahlenden Kfz-Steuer. Die Steuerlast stellt eine Zusammenstellung vom Hubraumwert des Autos kombiniert mit dem jeweiligen Schadstoffausstoß. Durch die Einführung einer Euro 6 Norm sind Fahrzeuge mit einem CO2 Ausstoß bis 95 Gramm auf den Kilometer steuerlich befreit. Danach kommt ein Sockelbeitrag zu Stande. Daher ist bei einem Neuwagenkauf der Blick auf den CO2 Ausstoß und der jeweiligen Einstufung sehr hilfreich und kann helfen Kfz-Steuer einzusparen.

Die Feinstaubplakette

Die jeweilige Schadstoffklasse beim Fahrzeug ist entscheidend für die Feinstaubplakette, die das Auto erhält. Diese ist erforderlich um in eine gekennzeichnete Umweltzone fahren zu dürfen. Als Unterteilung gibt es vier Farbklassen, dazu gehören grün, gelb, rot und keine.

Fahrzeuge mit einer Euro 1 Norm (egal ob Diesel oder Benziner) erhalten keine Plakette und dürfen daher auch nicht in einer Umweltzone gefahren werden. Die rote Feinstaubplakette bekommen hauptsächlich ältere Dieselfahrzeug, die ebenfalls keinen Zutritt in einer Umweltzone haben. Eine gelbe Plakette bekommen Fahrzeuge mit einem Dieselmotor, wo eine Partikelfilternachrüstung durchgeführt wurde. Allerdings dürfen diese Autos nur in Zonen fahren, wo eine gelbe Plakette erlaubt ist. Bekommt ein Fahrzeug eine grüne Feinstaubplakette, darf es problemlos in einer Umweltzone bewegt werden.

Verbesserung für eine Schadstoffklasse

Durch bauliche Veränderungen an einem Fahrzeug lässt sich eine Verbesserung bei der Schadstoffklasse erzielen. Allerdings sollte im Vorfeld überlegt werden, ob eine solche Nachrüstung finanzielle sinnvoll erscheint. Für Fahrzeuge älteren Baujahrs kann sich ein nachträglicher Einbau von einem Katalysator durchaus lohnen, um dadurch eine Schadstoffklasse höher eingestuft zu werden. Um bei einem Kaltstart eine deutliche Verbesserung bei den Abgaswerten zu erzielen, kann über den Einbau eines Kaltregelsystems nachgedacht werden. Eine Verbesserung von Euro 1 oder 2 auf Euro ist dabei möglich. Die Kosten dafür fallen eher gering aus. Bei Autos mit einem Dieselmotor sind vor allem die Rußemissionen ein großes Problem, daher kann durch den nachträglichen Einbau von einem Partikelfilter einiges erreicht werden, so dass eine Fahrt durch einen Umweltzone dadurch möglich wird.

Messverfahren

Da die derzeitigen Messverfahren zum Teil nicht unter realistischen Bedingungen erfolgen, gelten diese als nicht mehr zeitgemäß. Die Testbedingungen stammen noch aus den 80er Jahren und sollen Ende 2017 durch Neuregelungen aktualisiert werden. Zudem gibt es Unterschiede beim Ausstoß von Feinstaub bei Benziner- und Dieselmotoren. Auch hier sind für die Zukunft strengere Regelungen vorgesehen.

Foto: Fotolia Urheber: euthymia

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