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Fachbegriffe & Abkürzungen - Buchstabe T
Trommelbremse

Was ist eine Trommelbremse?

Trommelbremse

Die Trommelbremse

Unter einer Trommelbremse versteht man Reibungsbremsen die nach einfachem Prinzip funktionieren. Während des Bremsvorgangs drückt ein Bremsbelag von innen auf die Trommel (eine zylindrische Fläche) und bewirkt somit das Abbremsen des KFZ. Heutzutage wird die sie zunehmends von den Scheibenbremsen verdrängt, findet aber immer noch bei Anhängern oder schweren Nutzfahrzeugen Verwendung.

Um die sich drehende Bremstrommel zum Stillstand zu bringen werden auf so genannten Bremsankerplatten montierte Bremsbeläge gegen die Trommel gepresst. Dies geschieht über diverse Vorrichtungen wie etwa einen Spreizkeil, die Nockenwelle oder einen Radbremszylinder.

Historie zur Trommelbremse

Die erste Bremse dieser Art wurde im Jahre 1900 in einen Mercedes 35 PS verbaut. Sie besaß wassergekühlte Bremsklötze und wurden von Wilhelm Maybach am Heck montiert. Louis Renault erkannte das Potential der Trommelbremse und meldete im Jahre 1902 Patente auf verschiedene Arten dieser Bremse an. Die Simplex-Bremse wurde anschließend in Serienproduktion gefertigt. Erst 20 Jahre später wurde die Bremstechnologie auch bei Krafträdern angewendet.

Vorteile

  • Sie halten deutlich länger im Vergleich zu Scheibenbremsen.
  • Die geschlossene Bauart sorgt für verringerten Bremsstaub (Abrieb) auf den Felgen
  • Korrosive Einflüsse wie Staub, Salze, Wasser und dergleichen haben weniger Einfluss auf die durch ein geschlossenes Gehäuse geschützte Bremse. Aus diesem Grund werden sie bevorzugt in Geländewagen oder Baustellenfahrzeugen erbaut.
  • Es sind nur geringe Betätigungskräfte erforderlich. Dies wird durch eine innere Verstärkung bewerkstelligt. Leichte KFZ können hierdurch auf Bremskraftverstärker verzichten.

Nachteile

  • Kennwertschwankungen oder Fading können infolge hoher thermischer Einwirkung auftreten.
  • Stark beanspruchte Bremsen besitzen eine relativ schlechte Wärmeabfuhr.
  • Im Vergleich zu Scheibenbremsen sind sie bei gleicher Bremsleistung (etwa bei LKW) deutlich schwerer.
  • Der Wechsel der Bremsbeläge ist verglichen mit dem der Scheibenbremsen erheblich aufwändiger.
  • Schwankungen des Reibwerts sorgten noch vor einigen Jahrzehnten für das Ausbrechen des Fahrzeugs. Bei Scheibenbremsen ist dieses Problem weniger verbreitet.

Außenbackenbremse

Herkömmlich wird von innen ein Bremsbelag gegen die Trommel gedrückt. Bei Außenbackenbremsen hingegen wirken die Bremsbacken von außen auf die Trommel. Derartige Bremsen findet man im heutigen Maschinenbau in diversen Förderanlagen im Bergbau oder im Schiffs- sowie Aufzugsmaschinenbau. Bremsen dieser Art werden in der Regel an Ausgangs- oder Eingangswellen der Getriebe angebracht. Auch im Autobau wurde diese Art der Bremse verwendet. So wurde sie häufig direkt am Getriebe oder der Kardanwelle montiert, wodurch eine weitere Radbremse überflüssig wurde. Auch als Feststellbremse fand diese Bauweise ihre Verwendung. KFZ mit dieser Bremsart waren nur auf eine maximale Geschwindigkeit von 90 km/h zugelassen.

Bauarten einer Trommelbremse

Simplex Bremse

Sie ist die am häufigsten verwendete Bauart der Trommelbremse. Sie ist sowohl im alltäglichen Fahrrad bis hin zum LKW geläufig. Bei dieser Art gibt es eine auflaufende sowie eine ablaufende Bremsbacke wodurch ein gleichmäßiges Bremsen in jeglicher Bewegungsrichtung ermöglicht wird. Durch den zentralen Radzylinder erfolgt die Spreizung der Bremsbacken. Bei schweren KFZ wird sie durch S-Nocken betätigt. Kleinere Ausführungen werden in kleineren PKW als Feststellbremse verwendet. Diese Bremse gibt es in drei verschiedenen Ausführungen und Aufbauten: Mit Zylinder, mit S-Nocken und mit außen liegendem Zylinder.

Duplex Bremse

Hier hat jede Bremsbacke auf jeder Seite eigene Betätigungseinrichtungen. Die jeweiligen Bremsbacken sind daher auflaufend und selbstverstärkend. Von vorteil ist die verstärkte Bremswirkung bei gleichbleibender Betätigungsenergie. Von Nachteil ist der recht hohe Aufwand der Wartung und Herstellung. Auch die niedrige Bremswirkung bei einer Rückwärtsfahrt ist zu bemängeln. Bremsen dieser Art wurden früher vorwiegend auf schwereren KFZ und Krads verbaut.

Duo-Duplex Bremse

Der Unterschied zur einfachen Duplex Bremse sind die doppelt wirkenden Radzylinder. Durch den etwas höheren Anpressdruck gestattet ein gleichmäßiges Abbremsen, unabhängig von der Fahrtrichtung. Wegen ihrer aufwändigen Herstellung und Wartung wird sie seit einigen Jahrzehnten nicht mehr verbaut.

Foto: Fotolia Urheber: alho007

Weiterführende Links:

Trommelbremse bei Wikipedia

Funktionsbeschreibung der Trommelbremse

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