Isuzu

Eine Biographi über den Autohersteller Isuzu

Herstellerlogo IsuzuDie Ursprünge des Unternehmens begründeten sich im Jahr 1916 aus einer Kooperation der Tokioer Gas- und Elektrizitätswerke und der Schiffsbauwerft Ishikawajima. Der Übergang und Vertrieb von Fahrzeugen für den ostasiatischen Raum erfolgte am Ende des Ersten Weltkrieges, als der Konzern die Lizenzrechte des britischen Automobilherstellers Wolseley erwarb.

Die Anfänge

Im Jahr 1922 begann man in Japan, den Wolseley A-9 in Eigenregie zu produzieren. Der A-9 war ein offenes Sportcoupé mit 2,6 Liter Hubraum und war später in verschiedenen Varianten erhältlich. Auf Basis des A-9 entwickelte Isuzu auch den ersten Lastkraftwagen für den japanischen Markt. Mit der im Jahr 1929 erfolgten Ausgliederung der Automobilsparte konzentrierte sich das Unternehmen auf die Zielsetzung zur Produktion von jährlich 5000 Fahrzeugen. Ab Mitte der dreißiger Jahre setzte der Konzernteil besonders auf die Produktion von kleineren Lastkraftwagen und Panzerwagen, deren ursprüngliche Entwürfe vom britischen Hersteller Crossley Motors stammten.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1949 erhielt das Unternehmen den heutigen Namen Isuzu. Die enge Kooperation mit britischen Automobilherstellern blieb allerdings zunächst erhalten. Die Rootes Motors Limited, eine englische Automobilkonzerngruppe, welcher unter anderem auch Hillman, Sunbeam und Humber angehörten, war nun wichtiger Partner im automobilen Vertrieb sowie der Produktion für Ostasien. Ab 1953 baute Isuzu unter Lizenz das von Hillman stammende Modell Minx. Der Minx, bereits seit 1932 von den Briten produziert, war ein Personenkraftwagen der Mittelklasse mit einem 4-Zylinder Reihenmotor und 1,2 Liter Hubraum.

Die ersten eigenen Entwicklungen

In den sechziger Jahren geriet Rootes Großbritannien in Schwierigkeiten und wurde später von der Chrysler Gruppe übernommen. Isuzu erkannte die Zeichen der Zeit und entwickelte erstmals eigene Automobilmodelle. Der 1962 in Produktion gegangene Bellel, war eine Mittelklasselimousine in verschiedenen Variationen und Motorisierungen. Isuzu bot das 4-Zylinder-Reihenmotor Modell mit 1,5 Liter Hubraum (73 PS) und 2 Liter Hubraum (86 PS) an. Außerdem gab es erstmals eine Dieselvariante mit 2 Liter Hubraum und 56 PS. Neben der Limousine war auch ein Kombi (Bellel Express) am Markt erhältlich. Isuzu konnte in nicht ganz 6 Jahren 37.000 Exemplare vom Bellel fertigen.

Das kleinere, ab dem Jahr 1963 von Isuzu produzierte Modell der unteren Mittelklasse, war der Bellet. Die Limousine wurde zunächst mit einem 1, 5 OHV-Vierzylinder-Benzinmotor und einem 1,8-Liter-Dieselmotor angeboten. Später sollte der Bellet eine wichtige Rolle, bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens spielen. Nachfolger des Bellel war der Isuzu Florian, der im Jahr 1967 zeitgleich mit dem Isuzu 117 Coupé entwickelt und gebaut wurde. Der Florian war eine Mittelklasselimousine mit zwei Otto-Motorvarianten und einem 2-Liter-Dieselaggregat. Im Laufe der ungewöhnlich langen Produktionszeit bis zum Jahr 1983, in welcher Isuzu über 145.000 Exemplare baute, kamen weitere Motorenvarianten hinzu.

Der Einstieg eines Giganten

1971 erwarb der Großkonzern General Motors (GM) Beteiligungen an Isuzu. Hierdurch verlagerte sich, ähnlich wie bei Opel in Deutschland, die automobile Entwicklung und fest alles im Unternehmen wurde auf den amerikanischen Mutterkonzern abgestimmt. Isuzu sollte maßgeblichen Anteil an dem von General Motors geplanten „Weltautomobil“, einem Fahrzeug für den gesamten globalen Markt mit der Projektbezeichnung T-Car haben. Unter der Bezeichnung Isuzu Gemini, erschienen 1971, der in Europa bei Opel als Kadett C vom Band lief, sollten diese Planungen von GM umgesetzt werden, schafften es aber nie wirklich die Vorgabe zu erreichen.

Dennoch gab es auch fruchtbare Entwicklungen unter der Einflussnahme des Giganten GM. Viele Innovationen im Bereich der Dieselmotoren, die zumeist in Großserie bei Opel in diversen Modellen wie Corsa, Kadett, Vectra, Combo oder auch Meriva und Zafira zum Einsatz kamen, waren der großen Kompetenz von Isuzu in diesem Bereich geschuldet. Parallel versuchte Isuzu sich eigenständigen Projekten zu widmen. Aus dem Florian wurde der erste Pickup abgeleitet, der Isuzu Faster, der am heimischen Markt zwischen 1972 und 1994 angeboten wurde und unter verschiedenen Modellnamen weltweit sogar bis in das Jahr 2002.

Anfang der achtziger Jahre entwickelte Isuzu mit dem Fargo einen Minibus, der die Lücke zum bereits produzierten Kleinbus sowie Kleintransporter Journey schließen sollte. Ein weiteres wichtiges Segment für den asiatischen Markt war die Produktion von Omnibussen, Lastkraftwagen und Geländewagen. Das erste SUV war der Isuzu Unicab, der bereits im Jahr 1966 vorgestellt wurde, allerdings noch über keinen Allradantrieb verfügte, sondern mehr als alternatives Freizeitmodell für die Stadt gedacht war. Erst im Jahr 1980 stellte Isuzu mit dem Faster Rodeo das erste SUV mit Allradantrieb vor.

Die Moderne

Anfang der neunziger Jahre konzentrierte sich Isuzu nur noch auf die Fertigung von Geländewagen. Die Probleme des angeschlagenen Kooperationspartners General Motors hatten auch Auswirkungen auf Isuzu. 2006 verkaufte GM seine Anteile an dem japanischen Unternehmen, behielt aber zunächst die Motorensparte. Diese kaufte Isuzu ein Jahr später von General Motors zurück und ist seitdem wieder ein eigenständiges Unternehmen, obwohl im Bereich Entwicklung der amerikanische Großkonzern noch immer wichtige Kooperationseinflüsse hat, die auch fortgesetzt werden sollen. Auch die japanischen Traditionsunternehmen Mitsubishi, Toyota und Itochu halten Anteile an Isuzu.

Die positiven Entwicklungen der Vergangenheit, aus den Bereichen Geländewagen, SUV, Van und Kleinlastwagen, setzte Isuzu in den letzten Jahren erfolgreich bei der Produktion moderner Fahrzeuge um. Am europäischen Markt ist die neue N-Serie der Einstieg in die Welt der variablen Nutzfahrzeuge im Bereich 3,5 bis 7,5 Tonnen. Verschiedenste Ausführungen bieten hierbei zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Der Isuzu D-Max ist ein individueller Pick-Up mit Allrad und leistungsstarken Motoren für große Zuglasten. Der D-Max wird in Europa in drei Modellvarianten (Single Cab, Space Cab und Double Cab) und verschiedenen Motorenvarianten, unter anderem mit modernem Common-Rail Diesel nach Euro 6 Norm und Automatikgetriebe angeboten.

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